
Autor: Mornhinweg
Derzeit treib uns ein Thema ganz besonders um. Das neue Abfallgesetz nach Vorgaben der EU.
Für uns war und ist es schon immer wichtig gewesen unsere Umwelt durch unser Tun als Gärtner nicht allzu sehr zu belasten. Dazu zählte auch immer, dass wir die Töpfe der bei uns gekauften Pflanzen zurücknehmen. Da bekommen wir oft auch Töpfe „zurück“, welche gar nicht von uns stammen. Darüber haben wir immer großzügig hinweggesehen und sie der Verwertung zugeführt. Den Aufwand, den wir durch die Rücknahme unserer Töpfe haben ist nicht klein. Sie müssen sortiert, gereinigt und desinfiziert werden, was oft teurer ist als sie zu entsorgen und neu anzuschaffen. Aber, uns war es das immer wert.
Das neue Abfallgesetz lässt jetzt all unsere Bemühungen zur Farce werden. Nach dem gegenwärtigen Stand ist das nicht etwa der Produzent, der die Plastiktöpfe produziert, sondern der Gartenbaubetrieb, der diese Töpfe mit Pflanzen „befüllt“. Die Kleinstunternehmerregelung war hier bislang der Hoffnungsschimmer, dass zumindest kleinere Unternehmen darum herumkommen. Nach Meinung des Zentralverband Gartenbau (ZVG) lässt sich diese Regelung, die „kleine“ Unternehmen (<10 Voll-Ak, <2 Mio. Umsatz) von den Pflichten befreit, aber nicht auf Töpfe anwenden, weil diese nicht als Verpackung, sondern als Verpackungsmaterial (!) gelten. Damit muss also jeder pflanzenproduzierende Betrieb nicht nur Erklärungen bereithalten, die belegen, dass die verwendeten Töpfe den Vorgaben der PPWR entsprechen (Konformitätserklärung), sondern auch dafür sorgen, dass auf jedem mit Pflanze verkauftem Topf künftig die Adresse des Erzeugers (und das ist der Gärtnereibetrieb) stehen muss. Und das ist heftig, denn „Bedrucken“ erfordert hohe Mindeststückzahlen und höhere Stückkosten. Etiketten aufkleben ist zeitaufwändig.
Aufwändig gesammelte Töpfe zur Wiederverwendung schließt das Gesetz von dieser Regelung aus. Wir haben keine Möglichkeit für gebrauchten Töpfe eine Konformitätserklärung abzugeben und das Bedrucken ist auch nicht möglich. Etiketten aufzukleben ist in der eh schon arbeitsintensiven Zeit unrealistisch.
Diese ausufernde Bürokratie lässt uns überlegen, ob wir am Ziel unseren Betrieb bis Ende 2029 weiter zu betreiben festhalten.
Die Stellungnahme unseres Berufsverbandes finden Sie hier:
Heute Morgen ist es mir auf einmal wieder eingefallen: Wir haben unser Firmenjubiläum total vergessen!
Am 1. Juli 1996 hat Ulrich Mornhinweg den Betrieb vom Vater Alfred übernommen! Also vor 30 Jahren. Wow, wie die Zeit vergeht! Unser großer Dank gilt Ihnen, liebe Kunden. Ihre Treue sorgt dafür, dass unser Betreib am Laufen bleibt. Dank auch an unsere Mitarbeiterinnen, die uns über die Jahre als wir auch noch das Blumengeschäft hatten, begleitet haben. Und ein ganz großer Dank an unsere Töchter Susanne und Martina. Sie waren Sieben, als Papa und Mama immer weniger Zeit für sie hatten. Auch wenn sie sich für andere Berufe entschieden haben, untersützen sie uns wo es nur geht. Während der Saison nehmen sie Urlaub um uns zu helfen und auch übers Jahr sind sie da; sonst würden wir es oft nicht schaffen.
Und noch ein Jubiläum: Vor 40 Jahren haben Ulrich und Heidi (damals noch Hahn) die Gärtnermeisterprüfung abgelegt.

Also: 30 Jahre Betrieb, 40 Jahre Meister – darauf ein großes Glas eiskalte Cola! … mit Alkohol haben wir es beide nicht so.
Puh, habt ihr auch das Gefühl, euer Balkon verwandelt sich gerade in eine kleine Sahara? Wenn das Thermometer nach oben klettert, geraten unsere grünen Lieblinge in den Balkonkästen ordentlich ins Schwitzen.
Als Gärtnerin weiß ich: Jetzt brauchen die Pflanzen ein bisschen Extra-Fürsorge, um nicht schlappzuhängen. Damit eure Geranien, Petunien und Co. trotz Rekordtemperaturen knackig und blühfreudig bleiben, habe ich heute den ultimativen Hitze-Notfallplan für euch!
☝️ Mein Meister-Tipp für die perfekte Hitze-Pflege:
🌅 1. Der frühe Vogel rettet die Blüten: Morgens gießen!
Wenn die Sonne brennt, solltet ihr euren Gieß-Rhythmus anpassen. Gießt unbedingt in den frühen Morgenstunden!
- Warum? Die Erde und die Pflanzen sind vom Abend noch abgekühlt. Das Wasser kann tief in die Wurzeln einsickern, bevor die große Hitze einsetzt.
- Gärtner-Warnung: Wer mittags in der prallen Sonne gießt, riskiert, dass die Wassertropfen wie Brenngläser auf den Blättern wirken und das meiste Wasser verdunstet, bevor es unten ankommt!
🔋 2. Achtung Nährstoff-Verlust: Der Dünger-Hunger steigt!
Bei großer Hitze müsst ihr logischerweise öfter zur Gießkanne greifen. Aber Vorsicht: Mit jedem kräftigen Gießen werden auch die wichtigen Nährstoffe aus der Erde im Balkonkasten geschwemmt!
- Der Meister-Hack: Wer viel gießt, muss auch für Nachschub sorgen. Wenn euer Langzeitdünger bei der Hitze schneller „verbraucht“ ist, gebt euren Pflanzen jetzt einmal pro Woche flüssigen Profi-Dünger mit ins Gießwasser. Das hält den Blüh-Motor am Laufen!
💧 3. Die „Wurzel-Dusche“: Durchdringend statt oberflächlich
Erinnert ihr euch an unsere 2-cm-Fingerprobe? Die gilt erst recht bei Hitze! Gießt nicht nur oberflächlich „ein bisschen“, sondern so durchdringend, dass die Erde im Kasten komplett nass ist (bis es unten leicht aus den Abzugslöchern läuft). Nur so erreicht das Wasser die tiefen Wurzeln, die die Pflanze versorgen.
🌴 Extra-Tipp: Wenn es extrem heiß wird, zieht die Kästen (falls möglich) für ein paar Tage etwas in den Halbschatten oder spannt bei extrem empfindlichen Pflanzen mal den Sonnenschirm auf.
Gemeinsam bringen wir eure Balkon-Oase sicher durch den Sommer! 😎 Stell am besten gleich die Gießkannen für morgen früh bereit.
Liebe Kunden, wegen der derzeit herschenden Hitzewelle, möchten wir Sie bitten möglichst amVormittag in unsere Gärtnerei zu kommen. Am Nachmittag sind die Temperaturen in unseren Gewächshäusern sehr hoch. Um Ihre und auch unsere Gesundheit nicht zu gefährden raten wir davon ab, die extrem heißen Gewächshäuser zu betreten.

Hier zum Nachlesen: Die Sorten unserer Tomatensetzlinge in diesem Jahr.
Gerne übernehmen wir für Sie das Bepflanzen von Balkonkästen und anderen Gefäßen. Wir nutzen dazu unsere Premium-Erde, Langzeitdünger und unser Gärtnerwissen. Wir bieten Ihnen auch an, daß Sie Ihre Gefäße bei uns einpflanzen können. Kein Schmutz zuhause und im Notfall steht fachmännischer Rat zur Seite.





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