Jeder Quadratmeter zählt:

Blühpflanzen für Beet und Balkon leisten wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.

(GMH/FGJ) Für alle Geschmäcker ist etwas dabei: Insekten fliegen auf eine Vielfalt an Beet- und Balkonpflanzen. Denn neben Wildblumen bietet auch das umfangreiche Sortiment an attraktiven Blühpflanzen aus dem Fachhandel hochwertige Insektennahrung. Das haben gartenbauliche Versuche gezeigt. Wer etwas für Bienen, Hummeln und Co. tun möchte, leistet mit den vielen verschiedenen gezüchteten Schönheiten einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt!

Eine Blüte mit deutlich sichtbaren Staubbeuteln in der Mitte ist schon mal ein guter Futterplatz. Wenn sie zudem noch reichlich Nektar und Pollen als Nahrung bietet, wird sie auch angeflogen – egal aus welchem Teil der Erde die Pflanze ursprünglich stammt. Das gilt auch für züchterisch bearbeitete Blühwunder. Eine Versuchsreihe der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg hat gezeigt, dass verschiedene Züchtungen von Salbei (Salvia) und Zweizahn (Bidens) allesamt als Futterpflanzen dienen, wenn auch unterschiedlich stark. Honigbienen beispielsweise bevorzugten weiße Bidens-Blüten, die es so in der Natur gar nicht gibt.

Langanhaltende Blüte

Solche Erkenntnisse beziehen Zierpflanzengärtner in ihre Sortenauswahl mit ein. Weil ihnen die Natur am Herzen liegt, vermehren sie gerne attraktive Pflanzen, die auch der Artenvielfalt zugutekommen. Neben ihrer ansprechenden Erscheinung haben Zierpflanzen gegenüber ihren wilden Verwandten einen weiteren großen Vorteil: Sie blühen langanhaltend und sind damit eine wertvolle Ergänzung zu Wildblumen, die im Sommer und Herbst wenig Nahrung bieten.

Schön und nützlich: Bestäuber fliegen auf Beet- und Balkonblumen wie Gold-marie (Bidens), Schneeflockenblume (Sutera) und Männertreu (Lobelia). Das haben gartenbauliche Untersuchungen gezeigt. (Bildnachweis: GMH/FGJ)

Die Auswahl an geeigneten Dauerblühern ist groß. Versuche zeigten den stärksten Insektenbeflug an Pflanzen der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia), Duftsteinrich (Lobularia) und Fächerblume (Scaevola). Beliebt waren auch Zweizahn (Bidens), Strohblume (Bracteantha), Sonnenhut (Echinacea), Storchschnabel (Geranium), Männertreu (Lobelia), Elfenspiegel (Nemesia) und Studentenblume (Tagetes). Daneben sind viele weitere Arten und Sorten eine hervorragende Nahrungsquelle für Insekten – wie zum Beispiel auch das Wandelröschen (Lantana), das mit seinem Nektar neben Bienen viele Schmetterlinge anlockt.

Tipps für üppige Blüten
Dauerblüher für Beet und Balkon leisten eine Saison lang Höchstarbeit. Damit ihnen in der Saison nicht die Puste ausgeht, müssen sie gut versorgt werden. Mit diesen fünf Tipps hält die Blütenpracht den ganzen Sommer über:

1. Pflanzen genügend Platz geben

Zu Anfang sind Beet- und Balkonpflanzen oft noch klein, doch bei richtiger Pflege wachsen sie schnell – und benötigen ausreichend Platz. Balkonkasten oder Topf sollten deshalb nicht zu klein bemessen sein, und die Pflanzen im Beet nicht zu dicht gepflanzt werden. Auf dem Etikett von Qualitätspflanzen ist deshalb der Platzbedarf für die ausgewachsene Pflanzen angegeben.

2. Sorten zum Standort auswählen

Es gibt typische Beet- und Balkonpflanzen für die Sonne und auch welche für den Schatten. Für eine erfolgreiche Saison sollte bei der Auswahl der Standort bedacht werden. Im Zweifel hilft die Profi-Beratung im gärtnerischen Fachhandel, damit die Pflanzen später nicht verbrennen oder wegen Lichtmangels zu wenig Blüten bilden.

3. Gleichmäßig gießen

Zu viel Wasser ist ebenso schädlich wie zu wenig: Die Pflanzen sollten weder komplett austrocknen noch mit den Wurzeln im Wasser stehen. Schädliche Staunässe kann vermieden werden, indem die Gefäße ein Loch am Boden haben und es unten eine Drainageschicht zum Beispiel aus Tonscher

ben oder Blähton gibt.

4. Kontinuierlich düngen Für einen guten Start empfiehlt es sich, bereits beim Pflanzen einen hochwertigen Langzeitdünger in die Erde zu mischen. Er versorgt die Pflanzen über mehrere Wochen kontinuierlich mit wichtigen Nährstoffen.

5. Verblühtes entfernen Die Knospenbildung wird angeregt, wenn Verblühtes entfernt wird. Bildet eine Pflanze Samen, nimmt die Blühfreude in der Regel ab. Sitzen direkt neben den verwelkten Blüten neue Knospen, empfiehlt sich ein Herausknipsen mit den Fingern. Ist die gesamte Pflanze verblüht, kann sie komplett heruntergeschnitten werden.

Zuverlässige Nahrungsquelle in der Stadt

Versuche in Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim zeigten zudem, dass Pflanzkübel mit bunten Beet- und Balkonpflanzen auch im innerstädtischen Bereich verlässlich Bestäuber anlockten. Selbst ohne Grün drumherum, also in stark versiegelten Bereichen, fanden die Insekten den Weg zu den Blüten. Darunter beobachteten die Wissenschaftler auffällig viele Wildbienen. Wer also für bunte Pflanzkübel und Blumenkästen sowie üppig blühende Beete sorgt, kann selbst in der Stadt einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Und jeder Quadratmeter zählt!

Frühlingsblüher-Verkauf auch in der Gärtnerei

Nachdem nun unser Blumengeschäft seit dem 1. März wieder geöffnet ist, verkaufen wir auch Frühlingsblüher direkt aus den Gewächshäusern unserer Gärtnerei.

Die Öffnungszeiten der Gärtnerei: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag Nachmittag 15 bis 18 Uhr. Samstag Vormittag von 9 bis 12.30 Uhr! Andere Zeiten nach vorheriger Vereinbarung! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ostern zuhause!

Wir wünschen uns alle ein wenig Normalität. Dazu gehören neben Osterei und Osterhase auch Osterblumen.

Bestellen Sie bis Mittwoch, 8. April Ihre Blumenwünsche: per Telefon, über das Kontaktformular oder per Mail gaertnerei-mornhinweg@t-online.de

Sie können Ihre Bestellungen am Gründonnerstag, oder Karsamstag in unserer Gärtnerei in der Hornsteige abholen. Zustellung in Darmsheim und Dagersheim gegen Aufpreis möglich.

Narzissenköpfe
Osterglocke

Bleiben Sie gesund!

 

Öffnungszeiten in der Pflanzsaison

Der allgemeine Fächkräftemangel und der in der Blumenbranche extreme Mangel an ausgebildeten Floristen und Gärtnern, lässt leider keine Vergrößerung unseres Teams zu. Außerdem setzen uns gesundheitliche Gründe Grenzen. Die ganzen vorbereitenden Arbeiten, Einkauf, das Richten von Bestellungen, Binden der Fertigsträuße , Backoffice usw. machen fast die Hälfte unseres Arbeit im Laden aus. Oft gibt es auch sehr kurzfristige Aufträge, wie z.B. für Trauerfälle.
Daher können wir Ihnen weiterhin nur die verkürzten Öffnungszeiten am Vormittag in unserem Blumengeschäft anbieten. Montag bis Samstag von 8.30 bis 13 Uhr.

In der Gärtnerei werden wir versuchen während der Balkonblumensaison (Mai bis Mitte Juni) ganztags für Sie da zu sein. Montag bis Samstag vormittags zwischen 8.30 und 12.30 Uhr und Montag bis Freitag nachmittags zwischen 14.30 und 18 Uhr können Sie dort Beet- und Balkonpflanzen direkt aus den Gewächshäusern kaufen.

Wir werden Sie auf Facebook und auf unserer Internetseite immer auf dem aktuellen Stand halten.

Nachhaltig verpacken!

Pflanzzeit, heißt bei uns auch jede menge Verpackungen bereit zu stellen. Das ganze Jahr über sammeln wir Kartons und Kisten in unserem Keller, um diese dann Ihnen zum Verpacken Ihrer Pflanzen mitzugeben. Ein kleines Stück gelebte Nachhaltigkeit. Zusätzlich geben wir Faltkartons, welche wir über unseren Berufsverband beziehen, zum Einstandspreis an Sie weiter. Wir freuen uns auch sehr, wenn Sie uns die nur einmal  benutzten Kartons wieder zurückbringen. Am aller besten ist es jedoch, wenn Sie ein wiederverwendbares Gefäß zum Pflanzenkauf mitbringen. So können wir gemeinsam einen kleinen Beitrag gegen immer größere Müllberge leisten. Vielen Dank!

Der bienenfreundliche Balkonkasten

Leider ist es nicht nur überall in der Presse, wer genau beobachtet hat es sicherlich auch schon selbst festgestellt. Immer weniger Insekten sind unterwegs. Dazu gehören auch die für uns alle so wichtigen Bienen.

Ohne Bienen findet keine Bestäubung der davon abhängigen Pflanzenarten statt. Die Folgen sind schwer und weitreichend. Jeder kann, auch wenn noch so wenig Platz zur Verfügung steht, seinen Beitrag dazu leisten den Bienen (und auch anderen Insektenarten) ein Angebot an Nahrung zu schaffen.

Unter den Beet- und Balkonblumen gibt es so einige, welche sich als ausgezeichnete Bienen-Desserts auszeichnen; z.B.: Prachtkerze (Gaura lindheimeri), Fächerblume, Vanilleblume, Mehliger Salbei (Salvia farinacea), Portulakröschen, Männertreu (Lobelia erinus), Echter Lavendel (Lavandula angustifolia), Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Köcherblümchen(Cuphea llavea), Leberbalsam (Ageratum houstonianum),  Studentenblume (Tagetes patula, Tagetes tenuifolia), Sonnenwende (Heliotropium arborescens), Steinkraut (Lobularia maritima), Spinnenblume (Cleome spinosa), Ringelblume (Calendula officinalis), Wandelröschen (Lantana camara), Polster-Glockenblume (Campanula poscharskyana), einfach blühende Zinnienarten

Kräuter, wie Thymian, Schnittlauch, Bohnenkraut, Borretsch, Majoran und Basilikum, Ysop und Weinraute sowie Zitronenmelisse oder Pfefferminze sind im blühenden Zustand bei den Honigbienen heiß begehrt. Also nicht alles Abernten, damit Teile der Pflanzen zum blühen kommen. Dann haben alle etwas davon. Wir, die wohlschmeckenden Blätter und Bienen und Hummeln den leckeren Nektar der Blüten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: Der Bienenweidepflanzenkatalog Baden-Württemberg,  pdf-Download
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